Rohstoffe

Was Süßwaren brauchen: Beste Zutaten aus aller Welt

Durch hohe Kompetenz, individuell abgestimmte Verfahren sowie die Verwendung von natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen optimieren wir Haltbarkeit, Attraktivität und Qualität verschiedenster Süßwaren. All unsere Produkte – von den Glanz-, Trenn-, Versiegelungs- oder Andeckmitteln über die Produkte für gecoatete Waren bis zu unseren Maschinentrennmitteln – beruhen auf bewährten Rezepturen und enthalten ausschließlich beste Zutaten.

Aus dem Herzen Brasiliens: Carnaubawachs

Carnaubawachs (lat. Cera Carnauba) wird aus den Blättern der in Brasilien beheimateten Carnaubapalme gewonnen. Es ist das härteste bekannte natürliche Wachs und eignet sich hervorragend als Trenn- und Überzugsmittel sowie als Glanzmittel bei der Produktion von Dragees und Gummiwaren aller Art.

Carnauba-Wachs-Produkte für die Lebensmittelindustrie

Carnauba-Wachs ist ein Wachs, welches von der Carnauba-Palme als natürliche Schutzschicht auf den Palmblättern gebildet wird. Dieser natürliche Rochstoff ist als Zusatz für Lebensmittel unbedenklich und wird seit vielen Jahrzehnten zur Oberflächenbehandlung (Glanzmittel) in Süßwaren eingesetzt. Capol bezieht Carnauba-Wachs nicht von den Erntebetrieben in Brasilien, sondern über qualifizierte Verarbeiter, die das Rohprodukt gemäß internationaler Standards für die Lebensmittelindustrie aufbereiten.

Aufgrund der aktuellen medialen Berichterstattung zum Einsatz von Carnauba-Produkten in der Süßwarenherstellung und der damit verbundenen Diskussion über die Produktionsbedingungen auf brasilianischen Carnauba-Feldern hat unser Unternehmen zusätzlich zu den bereits bestehenden Maßnahmen im Rahmen unseres ethischen Beschaffungsmanagements (siehe Absatz) umgehend weitergehende Überprüfungen unserer Lieferkette für Carnauba-Wachsprodukte durchgeführt.

Inspektion der Lieferkette in Brasilien

Im November 2017 haben wir sowohl bei unseren Lieferanten als auch Carnauba-Feldern in Brasilien Inspektionsbesuche durchgeführt, um uns vor Ort ein entsprechendes Bild zu machen. Dabei ging es uns vor allem um die Sicherstellung der Konformität mit der vom brasilianischen Arbeitsministerium des Staates Piaui 2016 herausgegeben Verordnung, die von Carnauba-Wachs-Exporteuren die Einhaltung umfangreicher gesetzlichen Vorgaben fordert und diese auch in regelmäßigen Abständen überprüft.

Unsere Inspektion in Brasilien hat keine für uns offensichtlichen Mängel in der Lieferkette ergeben. Dennoch sehen wir vor allem die Kooperation unserer Lieferanten mit den brasilianischen Behörden als zielführend und zwingend nötig an, um rechtskonforme Arbeitsbedingungen bei der Gewinnung von Carnauba-Wachs zu gewährleisten. Die Erfüllung aller entsprechenden Vorgaben ist eine Voraussetzung, um als Lieferant für Capol tätig sein zu können. Von unseren Lieferanten für raffiniertes Carnauba-Wachs liegen uns bereits verschiedene Zertifikate oder Erklärungen bezüglich deren Beschaffungsrichtlinien vor. Alle Unternehmen sind außerdem Mitglieder im „Sustainable Carnauba“ und verpflichten sich durch ihre Mitgliedschaft zur Einhaltung aller gesetzlichen Standards, einem ethisch einwandfreien Umgang mit Mitarbeitern und dem Ausschluss von Kinder- oder erzwungener Arbeit.

Einer unserer Lieferanten verfügt über Bestätigungen des Arbeitsministeriums, dass alle Anforderungen erfüllt werden und ist offizieller Unterstützer einer NGO, welche sich gegen Zwangsarbeit und Sklavenarbeit in Brasilien einsetzt. Zudem hat sich der Lieferant im Laufe des Novembers 2017 einem Ethical-Trade-Audit durch ein international anerkanntes Zertifizierungsunternehmen unterzogen und ein entsprechendes Zertifikat erhalten.

Ein weiterer Zulieferer steht aktuell mit Zertifizierungsstellen in Kontakt, um ein Siegel für korrekte Arbeitsbedingungen zu erhalten. Dies soll durch unabhängige Audits sichergestellt werden. Das Unternehmen hat das im November 2017 durchgeführte Ethical-Trade-Audit durch das Zertifizierungsunternehmen jedoch bereits erfolgreich absolviert.

Capol hat zusätzlich zu den bereits vorliegenden Bescheinigungen und Zertifikaten von allen Lieferanten die Bestätigung der Einhaltung des Erlasses des Arbeitsministeriums und dessen vollständiger Umsetzung eingefordert. Die Einhaltung muss durch eine offizielle Bestätigung der zuständigen Behörden in Brasilien belegt werden.

Ethisches Beschaffungsmanagement bei Capol

Wir tolerieren nicht, dass unsere Wertschöpfung, selbst wenn es Vor-Vorlieferanten von Roh- und Hilfsstoffen betrifft, auch nur in Teilen auf Praktiken beruht, die mit internationalen Standards in Bezug auf Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz nicht vereinbar sind. Wir haben seit Jahren ein eigenes Programm zum ethischen Beschaffungsmanagement, mit dem wir alle unsere Lieferanten zur Beachtung sämtlicher valider Vorgaben verpflichten. Im Zuge dieses Programms erwarten wir von unseren Lieferanten Zusagen in Bezug auf die Anforderungen des UN-Global Compact (weitere Information unter https://www.globalcompact.de/) oder explizit zu Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit, Ausschluss von Kinder- oder erzwungener Arbeit, zum Umweltschutz und anderer. Unsere Lieferanten haben die entsprechenden Erklärungen abgegeben.

Bereits seit 2015 ist Capol gemäß Sedex Member Ethical Trade Audit (SMETA) zertifiziert. Wir haben uns aus aktuellem Anlass dennoch am 26. und 27. Oktober 2017 einem erneuten, freiwilligen Audit durch ein international anerkanntes Zertifizierungsunternehmen unterzogen, um sicherzustellen, dass unsere internen Prozesse allen Anforderungen genügen. Dieses Audit haben wir ohne Einschränkung bestanden.

Aus der Wabe: Bienenwachs

Bienenwachs (lat. Cera Flava) ist ein leicht gelbliches, natürliches Wachs, das von der Honigbiene beim Wabenbau abgesondert wird. Der vergleichsweise niedrige Schmelzbereich macht Bienenwachs zu einem vielseitigen Rohstoff für die Lebensmittelindustrie. Wir verwenden es vor allem für Glanz- und Trennmittel, die bei der Herstellung von Gummiwaren auf der Basis von Gelatine und Pektin zum Einsatz kommen, sowie für zuckerhaltige und zuckerfreie Hart- und Weichdragees aller Art.

Aus afrikanischen Akazien: Gummi Arabicum

Gummi Arabicum basiert auf dem Pflanzensaft afrikanischer Akazien. Bevorzugte Lieferanten von Gummi Arabicum sind die Verek-Akazien (Acacia senegal) und Seyal-Akazien (Acacia seyal). Aufgrund seines Mehrfachzucker-Gehaltes ist Gummi Arabicum ein idealer Grundstoff für den Überzug von Schokoladen-Dragees und bringt diese brillant zum Glänzen.

Aus Indien und Thailand: Schellack

Schellack ist ein natürliches Harz, das die vor allem auf Bäumen in Indien und Thailand beheimateten weiblichen Insekten der Schildlaus (lat. Kerria Lacca) ausscheiden. Nach der Ernte wird der Roh-Schellack in schonenden Extraktionsverfahren aufgearbeitet und gereinigt. So entsteht ein Rohstoff in Lebensmittelqualität, der sich als Versiegelungsmittel für Hart- und Weichdragees sowie für Schokoladendragees eignet, die mit CAPOL®-Glanzmitteln veredelt werden. Für besondere Kundenanforderungen, bei denen Schellack nicht erwünscht ist, hat CAPOL einige interessante Alternativen entwickelt.

Kontakt
Capol GmbH
Otto-Hahn-Strasse 10
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